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Erfolgreiche Teilnahme am Gruppenführer-Basis Lehrgang

Florian Grosch, Mitglied der Löschgruppe Hürtgen, hat in der Zeit vom 31.08.-04.09. & 07.09-11.09.2020 erfolgreich am Lehrgang "Gruppenführer-Basis" am Institut der Feuerwehr in Münster teilgenommen. Herzlichen Glückwunsch!

Bundesweiter Warntag am 10.09.2020

Am 10. September 2020 findet erstmals ein bundesweiter Warntag statt. Wie schon in den Vorjahren in Nordrhein-Westfalen werden dabei diesmal in ganz Deutschland sämtliche Warnmittel erprobt. Um 11 Uhr werden zeitgleich in den verschiedenen Kommunen die örtlichen Warnkonzepte getestet. Dazu zählen beispielsweise Sirenen. Mit der Warn-App „NINA“ (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes) wird bundesweit eine Probewarnmeldung versendet. Außerdem gibt es Lautsprecherdurchsagen aus Warnfahrzeugen.

Der Warntag soll die Bevölkerung wiederum daran erinnern, wie wichtig es ist, sich mit Warnung auszukennen. Bereits im Vorfeld des Warntages informieren das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, das NRW-Innenministerium und die Kommunen in NRW umfassend über den Aktionstag sowie die Probealarme und ihre Bedeutung. Wir geben Tipps und Informationen, damit Sie wissen, wie Sie sich im Ernstfall richtig verhalten und selbst schützen können.
             
Die landesweiten Warntage 2018 und 2019 in Nordrhein-Westfalen haben gezeigt, wie wichtig das Thema ist. So kann dafür gesorgt werden, dass die richtige Reaktion auf eine Warnung den Menschen im Ernstfall in ganz Deutschland immer präsent ist.

Text: IM NRW

+++ Die Feuerwehr Hürtgenwald beteiligt sich übrigens auch aktiv am Warntag. In ausgewählten Ortschaften wird die Wiedergabe von Warntexten mittels Laustsprecherdurchsagen durch Feuerwehrfahrzeuge erprobt. +++

Modernisierung der Feuerwehreinsatzzentrale Hürtgenwald

Die Freiwillige Feuerwehr Hürtgenwald hält im Feuerwehrgerätehaus Hürtgen eine sogenannte Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ) vor. Bei Großschadens- oder Flächenlagen, beispielsweise bei größeren Unwettern, stößt die Leitstelle des Kreises Düren in Stockheim an kapazitive Grenzen, um das enorm erhöhte Einsatzaufkommen im Kreis Düren und die damit verbundene Koordination selbstständig abzuarbeiten. Hier unterstützen die örtlichen FEZ der kommunalen Feuerwehren, indem dort die Einsätze mit niedriger Dringlichkeit eigenständig koordiniert und abgearbeitet werden können. Die FEZ kann aber auch zur Führungsunterstützung des Einsatzleiters dienen. Größere Einsätze werden von einem sogenannten Stab geführt, hier unterstützen Führungskräfte den Einsatzleiter indem die relevanten Führungsaufgaben in Sachgebiete (Personal, Lage, Einsatz, Versorgung, Pressearbeit, Kommunikation) aufgeteilt werden. Zur Durchführung dieser Stabsarbeit werden entsprechende Räumlichkeiten, Führungs- und Kommunikationsmittel benötigt, welche ein Einsatzleitwagen (ELW) an der Einsatzstelle nicht alleine abdecken kann.

Die Feuerwehreinsatzzentrale wurde 2019 und 2020 mit viel Eigenleistung der Löschgruppe Hürtgen unter der Federführung des Kameraden Philipp Heinrich auf den aktuellen Stand der Technik gebracht.

Die Einsatzzentrale kann grob in zwei Abschnitte aufgeteilt werden:

Funkarbeitsplätze:

Es stehen zwei Funkarbeitsplätze zur Verfügung. Hier werden Telefonate angenommen und die Kommunikation mit den Einsatzkräften vor Ort sowie der Leitstelle per Funk durchgeführt. Dazu stehen zwei Digitalfunkfunkgeräte (MRT, Sepura SRG 3900), ein 4m Funkgerät (Bosch FuG 8b) und ein 2m Funkgerät (Bosch FuG 9c) zur Verfügung, welche jeweils über eine Tischbedienstelle ( Major BOS 4) bedient werden können. Für beide Arbeitsplätze ist ein Headset vorhanden, über welches der Funkverkehr, sowie die Telefonie bedient werden können.

Stabsraum:

Ein großer Besprechungstisch bietet Platz für die Arbeit des Führungsstabs. Es wurde eine Telefonanlage aus dem Hause Avaya verbaut, somit kann für jeden Funktionsträger des Führungsstabs bei Bedarf ein Telefonie-Endgerät zur Verfügung gestellt werden. Es handelt sich hierbei bereits um moderne IP-Endgeräte welche einen breiten Funktionsumfang bieten.

Darüber hinaus können im Bedarfsfall zusätzliche Leitungen geschaltet und weitere Endgeräte problemlos angebunden werden.
Weiterhin stehen 5 DECT Telefone zur mobilen Telefonie zur Verfügung, da der Raum relativ begrenzt ist und gerade mehrere langwierige Telefonate störend in der Einsatzleitung sind. Somit kann im Bedarfsfall, auch außerhalb der festinstallierten Geräte telefoniert werden.

Es steht in der Mitte des Tisches weiterhin eine Versorgungsleiste (Strom-, Telefon-, Internet-Anschluss) für jede Funktion des Führungsstabs zur Verfügung, hier kann ein Notebook bei Bedarf angebunden werden.

Diese Versorgungsleiste ist im normalen Tagesbetrieb nicht vorhanden, da der Raum parallel als Unterrichts- und Aufenthaltsraum genutzt wird. Die Leiste kann aber in kürzester Zeit mit wenigen Handgriffen dort platziert und in Betrieb genommen werden.

Zur Ausstattung des Stabsraums gehört weiterhin ein Beamer, über welchen Informationen großflächig auf einer Leinwand zur Verfügung gestellt werden können. Mehrere Magnettafeln und ein Flipchart können individuell genutzt werden.

Weiterhin ist ein Multifunktionsdrucker vorhanden, über den das Personal des Funk- und Kommunikationsraumes oder der Stab neue Einsatzaufträge oder Informationen ausdrucken können.

Sollte es zum Ausfall der Stromversorgung kommen, ist für die erste Überbrückung eine USV-Anlage vorhanden. Diese sichert die EDV- und Telefonanlage, die Funkanlage, die beiden PC-Arbeitsplätze, sowie einen Teil der Beleuchtung in der Einsatzzentrale ab und hält dessen Stromversorgung über einen Batteriebetrieb aufrecht. Bei längeren Stromausfällen kann mit einem Notstromaggregat Strom eingespeist werden, um einen weiteren Betrieb zu gewährleisten.

Bei Ausfall der Netzversorgung, Ausfall der EDV- und Telefonanlage, sowie bei sonstigen technischen Störungen wird rund um die Uhr ein kleiner Personenkreis automatisch informiert, um diese Störung schnellstmöglich zu beseitigen und einen Betrieb weiterhin sicherzustellen.  
Zusätzlich werden die Störungen optisch dem Bedienpersonal der FEZ angezeigt.

Besetzt werden die Funkarbeitsplätze der Einsatzzentrale von geschulten Kräften aller Löschgruppen, die Stabsarbeit wird von den Führungskräften der Feuerwehr Hürtgenwald wahrgenommen.

Der Ausbau der Feuerwehreinsatzzentrale ist noch nicht abgeschlossen. Sie wird immer an den aktuellsten Stand der Technik angepasst. Erfahrungen aus bisherigen Einsätzen fließen in den weiteren Ausbau der Einsatzzentrale ein. Beispielsweise ist die Trennung in einen Funkraum und einen Stabsraum über eine Trennwand angedacht, sodass eine gegenseitige Beeinträchtigung minimiert wird.

Besprechungstisch für den Führungsstab, im Hintergrund die beiden Funkarbeitsplätze

Zwei eigenständig nutzbare Funkarbeitsplätze

Die verbauten Funkgeräte, die dazugehörige Bedienstelle sowie das Anzeigetableu für Betriebs- und Störmeldungen.

Die Einsatzzentrale im Betrieb (Hier Bombenfund in Vossenack 2019)

Die Feuerwehr Hürtgenwald im Fernsehen

Die WDR Lokalzeit Aachen strahlte am 19.05.2020 ein Beitrag zu Waldbränden und gefährlichen Kriegsrelikten im Hürtgenwald aus. Dabei kamen auch der Leiter der Feuerwehr Hürtgenwald, Reinhold Pickart und der Kreisbrandmeister des Kreises Düren, Karl Heinz Eismar zu Wort.

Link zum Beitrag (bis zum 26.05.2020 abrufbar): https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-aachen/video-gefaehrliche-kriegsrelikte-im-huertgenwald-102.html

 

Sehr hohe Waldbrandgefahr im Hürtgenwald

Aus gegebenen Anlass weisen wir darauf hin, dass Rauchen und offenes Feuer im Wald strengstens untersagt ist. Aber auch eine achtlos weggeschmissene Glasflasche kann durch den sogenannten Brennglaseffekt unter sehr ungünstigen Umständen einen Wald- oder Flächenbrand verursachen.

Bei dem Einsatz Waldbrand Kleinhau-Siedlung wurde auf kleinster Fläche eine beträchtliche Menge Glas im Wald gefunden (siehe Foto).